Seifenkistenfahrer und Schlachtenbummler (ohne Wohnwagenfahrer)
Nach einer ruhigen Fahrt sind die zwei MTW, der Werkstattwagen sowie das Wohnwagengespann sicher in Wendehausen angekommen. Die Zimmer wurden bezogen beziehungsweise der Wohnwagen eingeparkt. Es folgte eine Fahrt zu einem Wachturm der ehemaligen Grenzbefestigungsanlagen.
Am Samstagvormittag hat sich die Gruppe geteilt. Dietmar, Klaus, Hans, Matthias und Mark haben die letzten Arbeiten an den Seifenkisten gemacht und die Strecke einer Prüfung unterzogen. Um die Geschwindigkeit aus der Strecke zu nehmen haben die Organisatoren vier Schickanen aus Strohballen eingebaut.
Pünktlich um 13 Uhr wurden die insgesamt 13 Seifenkisten einer technischen Prüfung unterzogen. Die Länge und Breite, das Gewicht, die Lenkung und die Bremse wurde überprüft. Alle angetretenen Seifenkisten wurden zugelassen. Der nächste Schritt war die Anmeldung bei der Rennleitung. Aufgrund der Strecke und der schwierigen Jandhabung unserer Kisten haben wir uns für ein begrenztes Fahrerfeld entschieden. Das Renn-Boot sollte von Dietmar und Klaus 2, die Renn-Leiter von Hans und Robin und die Renn-Kiste von Sascha gefahren werden.
Am Ende der Veranstaltung hatte Dietmar als ältester Teilnehmer der Rastatt Seifenkistenfahrer, wenn auch mit einem „waghalsigen Reifen“, die drittschnellste Zeit aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim 2. Seifenkistenrennen in Wendehausen geschafft. Er damit, angefeuert von 14 Rastatter Schlachtenbummler, die interne Wertung der Rastatter fünf aktiven Fahrer gewonnen. Herzlichen Glückwunsch. In der internen Wertung belegten Klaus 2, Robin und Sascha die nächsten Plätze. Nicht ins Ziel gekommen ist die Renn-Leiter. Hans als Testpilot ist schon im Trainingslauf nach einem technischen Defekt an der Renn-Leiter auf einen Strohballen der zweiten Schikane gefahren und umgekippt. Radbruch, Arm aufgeschürft und Hüfte geprellt. Sonst ist nichts passiert. Mit unserem Auftritt haben wir für Stimmung an der Strecke gesorgt. Link zum Video mit Rennszenen…
Gesamtkommandant Mirko Lipinski dankte bei der Siegerehrung der Feuerwehr Wendehausen für die Einladung und dem Organisator der Veranstaltung für die ausgezeichnete Organisation und übereichte ihnen, verbunden mit einer Einladung nach Rastatt, je ein Präsent der Abteilung 1.
Bei dem anschließenden Grillfest im Gerätehaus der Feuerwehrabteilung Wendehausen wurden nach dem Absingen von fünf Strophen des Badner-Liedes und mehrere Strophen des Thüringer-Liedes engere kameradschaftliche Kontakte geknüpft.
Wir werden unsere Seifenkisten optimieren und beim 3. Seifenkistenrennen wieder in Wendehausen sein.
Einziger Wermutstropfen der Veranstaltung war, dass Johannes uns das versproche Klavierkonzert nicht aufgeführt hat.
Kurz vor der Inbetriebnahme des Tunnels wurde im Auftrag der Tunnelbetreiber von einem Ingenieurbüro die generalüberholte und den aktuellen Rechtsvorschriften angepasste Brandmeldeanlage des Rastatter Tunnels einer „Feuerprobe“ unterzogen. Es sollte geprüft werden, ob die Brandmeldeanlage bei einer Windgeschwindigkeit von mindestens 6 Meter pro Sekunde einen „Normfeuer“ (20 Liter Treibstoff auf einer Fläche von vier Quadratmeter) innerhalb einer Minute erkennt und die vorgegebenen Maßnahmen auslöst. Zur Vorbereitung wurden vier Wannen mit einer Oberfläche von je einem Quadratmeter mit Wasser befüllt. Für die vorgegebene Windgeschwindigkeit sorgte der Großlüfter der Werkfeuerwehr Daimler-Benz Rastatt. Der Test zeigte, dass er im Ernstfall deutlich mehr Luft in den Tunnel hätte drücken können. In jede Wanne wurden 5 Liter Treibstoff geschüttet und entzündet. 45 Sekunden nach der Zündung haben die Hitzesensoren an der Decke des Tunnels das Feuer bemerkt. Die automatische Anlage hat die Brandmeldeanlage ausgelöst, den Tunnel in beide Richtungen gesperrt und das Leitsystem im Tunnel aktiviert. Die Notausgänge sind deutlich gekennzeichnet und im Tunnel wurden beleuchtete Schilder angebracht, die immer den kürzesten Weg zum nächsten Notausgang anzeigen. Nach Einschätzung der Prüfingenieure hat die Brandmeldeanlage den Test erfolgreich bestanden. Einsatzfahrzeuge: ELW 1/10-1, TLF 1/24
Einsatz 101/2008: Auf der Fahrt von Zürich zum Flughafen Stuttgart hat kurz nach der Autobahnauffahrt Rastatt ein mit drei Personen besetzter Lancia im Motorraum Feuer gefangen. Der Brand konnte auf den Vorderwagen begrenzt werden. Das Feuer wurde von einem Trupp unter Atemschutz mit dem Schnellangriff gelöscht und die Einsatzstelle bis zum Eintreffen des Abschleppdienstes abgesichert. Der eilige Fluggast wurde von zwei jungen Damen mitgenommen. Der Besitzer des Fahrzeugs und sein Partnerin haben auf den Abschleppdienst gewartet. Eingesetzte Fahrzeuge: LF 6/42, LF 20/20, RW 1/52, KEF 1/72
Eine etwas andere Übung war am Sonntag, 16. März zu bewältigen. Eine Schnellzugdampflok 03 2295 des Bayrischen Eisenbahnmuseums machte auf dem Gleis 1 des Rastatter Bahnhofs Halt. Der Wassertank musste aufgefüllt werden. Da die früheren Betankungsmöglichkeiten alle abgebaut worden sind, musste eine Wasserversorgung von der Bahnhofstraße aus aufgebaut werden. 17 m³ wurden in den Wassertank gepumpt. Der Auflauf der Fotografen und Schaulustigen war groß, fast der gesamte Bahnsteig war mit neugierigen Menschen gefüllt. Um 10:15 Uhr setzte sich der historische Zug in Richtung Kinzigtal wieder in Bewegung und wir konnten unser Standrohr wieder abbauen, die Schläuche aufrollen, die Schlauchbrücken einpacken und die Verkehrssicherung aufheben.
Einsatz 029/2008: Von unbekannten Tätern wurde ein von der Wand gerissener und aufgebrochener Süßigkeitenautomat von der Unteren-Stauschleusen-Brücke in die Murg geworfen. Von einem mit einer Wathose ausgerüstetem Feuerwehrangehörigen wurde der Automat aus der Murg geborgen und der Polizei übergeben. Eingesetzte Fahrzeuge: RW 1/52
Bei einem zu erwartenden Rheinhochwasser muss unser Arbeitsboot aus dem Wasser geholt und zur Hauptfeuerwache transportiert werden. Nach dem die Prognose der Hochwasser-Vorhersage-Zentrale Baden-Württemberg einen Pegelstand von über 7 Meter vorhergesagt hat, wurde entschieden, das MZB um 10 Uhr aus dem Wasser zu holen. Dies war keine Stunde zu früh. Die Zufahrt zum Rhein war zwar noch möglich, die Slipstelle und die unmittelbare Zufahrt am Rhein war bei einem Pegelstand von 6.31 Meter schon 30 Zentimeter überflutet. Martin lief das Wasser von oben in die Stiefel. Jetzt steht das MZB im Bauhof hinter der Feuerwache und wartet auf weitere Einsätze.
Auf den Spuren der Geschichte von Rastatt
(MG) „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ – dieses altbekannte Sprichwort kam uns bei der Planung unseres diesjährigen Tagesausfluges in den Sinn.
Oft fährt man hunderte von Kilometern, um Sehenswürdigkeiten fremder Städte zu bewundern und etwas über deren Geschichte zu erfahren – aber über die eigene Stadt und deren Historie weiß man viel zu wenig bescheid. Und so machten wir uns am Samstag, den 21. Juli 2007 von der Feuerwache Rastatt aus mit dem Fahrrad auf den Weg zum Karlsruher Tor, wo uns Herr Wolf vom historischen Verein Rastatt in Empfang nahm. Nachdem er uns einige grundsätzliche Dinge über die Festung Rastatt und die Bedeutung des Karlsruher Tores erzählt hatte, stiegen wir hinab in die Kasematten, die unterirdischen Festungsanlagen. Dort erfuhren wir Interessantes über die Entstehung und militärische Bedeutung der Festung, das tägliche Leben der Soldaten und hörten manch lustige und kuriose Anekdote, die sich zu dieser Zeit zugetragen hat. Nach ca. 1 ½ Stunden kehrten wir zurück ans Tageslicht, schwangen uns wieder auf unsere Drahtesel und radelten zur Leopoldsfeste, wo am Nachmittag die zweite Führung stattfinden sollte. Zuvor aber stärkten wir uns bei einem kleinen Imbiss unter freiem Himmel. Das Wetter meinte es gut mit uns – es blieb trocken und die Temperaturen bewegten sich im angenehmen Bereich. Im Anschluss besichtigten wie die oberirdischen Anlagen der Leopoldsfeste – viel ist davon natürlich nicht mehr übrig, aber nicht zuletzt aufgrund der lebendigen und anschaulichen Erzählweise des Herrn Wolf konnten wir uns einen guten Eindruck davon verschaffen, wie es hier einst ausgesehen hatte. Dann stiegen wir erneut in die unterirdischen Gänge, die man hier auf einer Länge von mehreren hundert Metern bestaunen kann. Die letzte Etappe unserer Radtour führte uns dann zur Stadtkirche St. Alexander. Auc h hier erhielten wir interessante Informationen über die Entstehung ihre Geschichte. Nach einer kurzen Runde über das Rastatter Stadtfests ließen wir den Abend in der „blauen Katz“ mit einem kalt-warmen Buffet ausklingen. Dabei bekam unser Kamerad Edgar Dorsner anlässlich seines 65. Geburtstages das Feuerwehr-Ehrenbeil der Abteilung 2 überreicht.
Die letzten Kraftreserven wurden anschließend beim gemeinsamen Kegeln aufgebraucht.
Ein rundum gelungener Tag neigte sich so dem Ende entgegen. Dass es draußen nun wie aus Eimern schüttete, störte niemanden mehr. Wer mehr über die Rastatter Stadtgeschichte sowie den historischen Verein und dessen Arbeit erfahren möchte, kann sich auf der Homepage des Vereins informieren: http://www.hist-ver-rastatt.de/
Einsatz 244/2007: Vermutlich durch einen Kurzschluss ist in einer Parkbucht im Richard-Wagner-Ring ein PKW in Brand geraten. Zwei beherzte Autofahrer versuchten mit je einem 2-Kilo-Feuerlöscher den Brand unter Kontrolle zu bekommen, was ihnen nicht gelungen ist. Der Brand wurde mit dem Sonderrohr gelöscht und die Batterie abgeklemmt. Eingesetzte Fahrzeuge: LF 20/20
(HR) Traditionell hat die Abteilung 2 der Kernstadt, unterstützt von der Jugendfeuerwehr, den zuvor geschmückten Maibaum auf dem Marktplatz in Rastatt gestellt. Vor dem Aufstellen mussten lediglich nur noch die Innungstafeln angebracht werden. Dank der guten technischen Ausstattung und den fast idealen Verhältnissen vor Ort war das Aufstellen dann kein Problem. Ein Maibaum, so Oberbürgermeister Klaus-Eckhard Walker bei seinen Dankesworten, gehört zu einer Stadt. Er dankte der Feuerwehr, dass sie alljährlich den Maibaum stellt und lud zu einem kräftigen Vesper ins Rathaus ein.