Feuerwehr Rastatt

Berichte über Einsätze, Übungen und Veranstaltungen

Einsatz 269 / Alarmübung auf dem Rhein

Verfasst von ff-rastatt am 18. Juli 2009

(EH) Für die diesjährige Jahreshauptübung hat sich der Abteilungskommandant der Abteilung Plittersdorf etwas ganz besonderes einfallen lassen. Das Einsatzstichwort bei der Alarmierung lautete: „Schiffshavarie auf dem Rhein bei Rheinkilometer 341, Schiff droht zu sinken, mehrere Personen in Gefahr“! Den Einsatzkräften bot sich beim Eintreffen an der Übungsstelle folgende Lage: Bei der Havarie einer Motoryacht mit einem in der Fahrrinne liegenden Arbeitsschiff des Wasser- und Schifffahrtsamtes ging eine Person über Bord, eine weitere Person wurde mit Schock auf das Arbeitsschiff übernommen. Kurz danach versank die Yacht. Durch den Zusammenstoß wurde ein Loch in den Rumpf des Arbeitsschiffes gerissen. Dadurch kam es zu massivem Wassereinbruch.
Mit dem RTB der Abteilung Plittersdorf wurde die im Wasser treibende Person gerettet. Bei der Einleitung der Menschenrettung vom Arbeitsschiff sprangen zwei weitere Personen ins Wasser. Auf dem Schiff befanden sich noch zusätzlich zwei weitere verletzte Matrosen. Bei der Rettung ging ein Retter über Bord.
Durch Unterstützung mit den Mehrzweckbooten der Feuerwehren aus Rastatt und Steinmauern, sowie drei Booten der DLRG konnten alle Personen gerettet werden. Durch den Einsatz von drei Tauchpumpen wurde der Rumpf des Schiffes leergepumpt. Zur Erstversorgung einer Person mit Wirbelsäulenverletzung wurde ein Notarzt und Rettungsdienstpersonal an Bord des Schiffes gebracht.
An der Übung haben sich außer der Abteilung Plittersdorf, die Abteilung 2 der Kernstadt sowie die Motorbootfahrer der Feuerwehr Steinmauern beteiligt. Der Rettungsdienst war mit NEF, RTW und dem organisatorischen Leiter vor Ort und wurde vom DRK Plittersdorf unterstützt. Die DLRG war mit den Ortsgruppen Rastatt, Gaggenau und Bühl an der Übung beteiligt. Die Wasserschutzpolizei Karlsruhe hat mit einem Polizeiboot und mit Unterstützung eines Schiffes des Wasser- und Schifffahrtsamtes die Absicherung der Übungsstelle übernommen und somit für einen sicheren Ablauf der Übung gesorgt. Zur weiteren Absicherung der Übung standen die Motorbootfahrer der Feuerwehr Au am Rhein mit ihrem MZB an der Slipstelle in Steinmauern in Bereitschaft.
Vom Übungsbeobachter Kreisbrandmeister Manfred Tremmel wurde eine zügige, aber auch sichere Abarbeitung der gestellten Aufgaben von allen beteiligten Hilfskräften festgestellt. In erster Linie war für ihn von Wichtigkeit, dass trotz der schlechten Bedingungen durch massives Ansteigen des Rheinpegels allen Bootsführern ein sicherer Umgang mit Ihren Booten bescheinigt werden kann.
Bei der Übungsbesprechung wurde durch alle beteiligten Organisationen festgestellt, dass das regelmäßige gemeinsame Üben zum guten Gelingen der Übung beigetragen hat, was auch für einen reibungslosen Ablauf im Ernstfall notwendig ist.
Unter den Übungsbeobachtern befanden sich außer dem Kreisbrandmeister Manfred Tremmel und Gesamtkommandant Mirko Lipinski, der Oberbürgermeister der Stadt Rastatt, Herr Pütsch, der erste Beigeordnete Herr Hartweg, der Ortsvorsteher von Plittersdorf, Herr Köppel, sowie mehrere Ortschaftsräte.
Unser Dank geht an dieser Stelle an alle an der Übung beteiligten Personen, ganz besonders aber an das Wasser- und Schifffahrtsamt Freiburg, welches auf Anfrage zu einer solchen Übung spontan die Unterstützung zugesagt hat.
Fahrzeuge: ELW 1/10-1, LF 9/41, MTW 9/19, MTW 1/19, ELW 1/12, , LF 1/45, WLF 1/65 mit ELAU, RTB 9/88, MZB 1/79